entbehren

entbehren

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ent|beh|ren [ɛnt'be:rən]:
a) <tr.; hat auf jmdn., etwas unfreiwillig verzichten müssen, (jmdn., etwas) nicht haben, nicht bekommen:
wir haben diese Freiheit schmerzlich entbehrt; er kann ihn, seinen Rat nicht entbehren; sie hat in ihrer Kindheit viel entbehren müssen.
b) <itr.; hat; mit Gen.> (geh.) einer Sache ermangeln, sie nicht haben:
diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage; seine übertriebene Angst entbehrt nicht einer gewissen Komik (ist recht komisch).

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ent|beh|ren 〈V. tr. u. V. intr.; hat; m. Akk. od. Gen.〉 nicht haben, was man gern hätte, Mangel leiden an, vermissen ● ich entbehre es sehr; diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage; der Anblick entbehrte nicht einer gewissen Komik 〈einfacher〉 war etwas komisch; sie müssen das Nötigste \entbehren; des Trostes, des Zuspruchs \entbehren; etwas od. jmdn. (nicht) \entbehren können [<ahd. inberan = beran mit verneinender Vorsilbe <germ. *ne, *ni; eigtl. „nicht tragen, nicht haben“; → Bahre]

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ent|beh|ren <sw. V.; hat [mhd. enbern, ahd. inberan, eigtl. = nicht (bei sich) tragen, zu mhd. bern, ahd. beran, gebären]:
1.
a) (geh.) [ver]missen:
sie entbehrt schmerzlich ihren Freund;
b) auf jmdn., etw. verzichten, ohne jmdn., etw. auskommen:
ich kann das Buch nicht länger e.;
er hat in seiner Jugend viel[es] e. müssen.
2. (geh.) ohne etw. sein, einer Sache ermangeln:
diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage;
das entbehrt nicht einer gewissen Komik (es ist recht komisch).

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ent|beh|ren <sw. V.; hat [mhd. enbern, ahd. inberan, eigtl. = nicht (bei sich) tragen, zu mhd. bern, ahd. beran, ↑gebären]: 1. a) (geh.) [ver]missen: sie entbehrt schmerzlich ihren Freund; Man sah sich daher selten, entbehrte sich aber auch nicht (Brückner, Quints 116); b) auf jmdn., etw. verzichten, ohne jmdn., etw. auskommen: ich kann das Buch nicht länger e.; er hat in seiner Jugend viel[es] e. müssen; <auch o. Obj.:> man muss e. lernen. 2. (geh.) ohne etw. sein, einer Sache ermangeln: diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage, jedes Verständnisses; er entbehrt nicht der Intelligenz (er ist recht intelligent); das entbehrt nicht einer gewissen Komik (es ist recht komisch); Diese äußere Stimmigkeit entbehrte einer adäquaten inneren Richtigkeit der Aufführung (NZZ 19. 8. 83, 31).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Entbehren — Entbêhren, verb. reg. act. etwas nicht haben, Mangel daran leiden, in Beziehung auf die Art und Weise, wie man denselben erträgt, so wohl mit der zweyten, als mit der vierten Endung der Sache. Die Luft, welcher sie doch nicht entbehren konnten,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • entbehren — V. (Aufbaustufe) ohne eine bestimmte Person oder Sache zurechtkommen Synonyme: auskommen, verzichten Beispiel: Er konnte meine Hilfe nicht entbehren. entbehren V. (Oberstufe) geh.: das Fehlen von jmdm. sehr stark empfinden Synonyme: vermissen,… …   Extremes Deutsch

  • entbehren — [Network (Rating 5600 9600)] Bsp.: • Kannst du heute ein wenig Zeit entbehren? …   Deutsch Wörterbuch

  • entbehren — Vsw std. (9. Jh.), mhd. enbern, ahd. inberan Stammwort. Eigentlich das verneinte Verb beran tragen, bringen (gebären), also eigentlich nicht tragen , das zu nicht haben und schließlich ermangeln wird. Die verbale Negation ist sekundär in der… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • entbehren — entbehren: Das Verb mhd. enbern, mnd. en‹t›bēren, ahd. inberan ist eine Verneinung des im Nhd. untergegangenen Verbs ahd. beran »tragen« (vgl. ↑ gebären) und hat aus »nicht ‹bei sich› tragen« den Sinn »ermangeln, vermissen« entwickelt. Die… …   Das Herkunftswörterbuch

  • entbehren — ent·be̲h·ren; entbehrte, hat entbehrt; [Vt] 1 etwas entbehren geschr; ohne etwas auskommen (müssen): Nach dem Krieg mussten die Menschen vieles entbehren 2 jemanden (nicht) entbehren können auf jemanden (nicht) verzichten können: Wir können… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • entbehren — 1. a) vermissen; (geh.): missen. b) auskommen ohne, Mangel leiden, verzichten; (geh. veraltend): entraten. 2. abgehen, ermangeln, fehlen, hapern, mangeln, nicht haben, ohne etw. sein, vermissen lassen; (geh.): gebrechen. * * *… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • entbehren — ent|beh|ren ; ein Buch entbehren; des Trostes entbehren …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Entbehren — 1. Entbehre und geniesse! – Körte, 1117; Simrock, 2075. Frz.: Bien perdu, bien connu. 2. Wer wohl entbehren kann, der kann wohl haben. – Körte, 1118; Simrock, 2076 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Entbehren sollst du, sollst entbehren! —   Mit bitteren Worten lässt Goethe seinen Faust im ersten Teil des Dramas der Erkenntnis Ausdruck geben, dass jedes befriedigte Bedürfnis neue Wünsche weckt. Faust glaubt auch nicht, dass das Leben überhaupt in irgendeiner Form seinem Sehnen und… …   Universal-Lexikon

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